
Der Wahnbachtalsperrenverband betreibt ein Verteilungssystem zur Lieferung von Trinkwasser an seine Mitglieder:
Das Verteilungsnetz nimmt seinen Anfang im Betriebsgelände Siegburg-Siegelsknippen mit den beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen für das Oberflächenwasser aus der Wahnbachtalsperre und Grundwasser aus den zwei Förderbrunnen im Hennefer Siegbogen.
In der Trinkwasseraufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf für das Grundwasser aus den drei Förderbrunnen im Gewinnungsgebiet Untere Sieg erfolgt eine weitere Einspeisung.
Das Verteilungsnetz wird gebildet aus Hauptversorgungsleitungen zum Transport des Trinkwassers innerhalb vom Versorgungsgebiet mit zwischengeschalteten Pumpwerken, um das Trinkwasser in höher gelegene Wasserbehälter oder Versorgungsgebiete zu fördern.
Damit wird das Trinkwasser mit einem ausreichendem Versorgungsdruck in den Wohn- und Arbeitsstätten, Gewerbe- und Industriebetrieben bereit gestellt.
Das Trinkwasser wird in Übergabestationen, die sich in den Pumpwerken, Wasserbehältern sowie in Schachtbauwerken im Verlauf der Hauptversorgungsleitungen befinden, an die vom Wahnbachtalsperrenverband belieferten kommunalen und regionalen Wasserversorgungsunternehmen abgegeben. Sie verteilen das nach der Durchflussmessung übernommene Trinkwasser in ihren Versorgungsgebieten an Bevölkerung, Gewerbe und Industrie.
Die in einer Mindesttiefe von ca. 1,10 m unter der Geländeoberfläche verlegten Hauptversorgungsleitungen bestehen wegen der vom Wahnbachtalsperrenverband zu transportierenden Mengen und den dabei zu überwindenden Höhen überwiegend aus Stahl in den Querschnitten (DN) von 600 bis 1000 mm. Sie sind zum äußeren Schutz mit einer im Herstellungswerk aufgeschmolzenen Kunststoffschicht und als innerer Schutz mit einer auf die Innenwand aufgebrachten Zementmörtelauskleidung, zusätzlich mit einer an die Rohrleitungen gelegten elektrischen Schutzspannung (so genannter kathodischer Rohrschutz) versehen.
Aus dem Betriebsgelände Siegburg-Siegelsknippen, dem Schwerpunkt der Aufbereitungskapazität des Verbandes für Trinkwasser, liefern
Von besonderer Bedeutung in technischer Hinsicht sind Kreuzungen von grösseren Gewässern durch Rohrleitungen. Die Hauptversorgungsleitungen von Siegburg-Siegelsknippen nach Osten kreuzen zweimal die Sieg, und zwar bei Hennef-Bülgenauel auf dem Weg vom Hochbehälter Hennef-Honscheid zum Hochbehälter Hennef-Eichholz und bei Windeck-Röcklingen vom Hochbehälter Windeck-Ohmbach zum Hochbehälter Windeck-Kuchhausen.
Von den drei Hauptversorgungsleitungen ab Siegburg-Siegelsknippen werden die Sieg weitere dreimal, und zwar bei Siegburg-Wolsdorf, Siegburg-Zange (siehe Bild unten links) und Siegburg-Kaldauen gekreuzt.
An beiden Siegufern aufgestellte Kräne bzw. Bagger heben den entsprechend der Böschungsneigung im Uferbereich in gestreckter U-Form vorgefertigten Leitungsabschnitt in die vorher ausgebaggerte Rohrrinne im Flussbett. Auf der mit einer verstärkten Kunststoffbeschichtung geschützten Außenwandung der Rohrleitung mit einem Querschnitt von 800 mm sind zwei Schutzrohre befestigt, in die nach der Verlegung Steuer- und Fernmeldekabel eingezogen wurden.
Kreuzung der Sieg bei Siegburg-Zange mit der zweiten Hauptversorgungsleitung DN 800 von Siegburg-Siegelsknippen zur Aufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf.
Äußere Betonummantelung am Dükerabschnitt zum Schutz gegen mechanische Belastungen fertiggestellt