Verteilungsnetz, Hauptversorgungsleitungen und Siegdüker

Verteilungsnetz

Der Wahnbachtalsperrenverband betreibt ein Verteilungssystem zur Lieferung von Trinkwasser an seine Mitglieder:

  • die Bundesstadt Bonn
  • den Rhein-Sieg-Kreis
  • mit der Kreisstadt Siegburg und den übrigen 18 Städten und Gemeinden im linksrheinischen Kreisgebiet, von denen der Wahnbachtalsperrenverband 13 beliefert.

Das Verteilungsnetz nimmt seinen Anfang im Betriebsgelände Siegburg-Siegelsknippen mit den beiden Trinkwasseraufbereitungsanlagen für das Oberflächenwasser aus der Wahnbachtalsperre und Grundwasser aus den zwei Förderbrunnen im Hennefer Siegbogen.

In der Trinkwasseraufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf für das Grundwasser aus den drei Förderbrunnen im Gewinnungsgebiet Untere Sieg erfolgt eine weitere Einspeisung.

Das Verteilungsnetz wird gebildet aus Hauptversorgungsleitungen zum Transport des Trinkwassers innerhalb vom Versorgungsgebiet mit zwischengeschalteten Pumpwerken, um das Trinkwasser in höher gelegene Wasserbehälter oder Versorgungsgebiete zu fördern.

Damit wird das Trinkwasser mit einem ausreichendem Versorgungsdruck in den Wohn- und Arbeitsstätten, Gewerbe- und Industriebetrieben bereit gestellt.

Das Trinkwasser wird in Übergabestationen, die sich in den Pumpwerken, Wasserbehältern sowie in Schachtbauwerken im Verlauf der Hauptversorgungsleitungen befinden, an die vom Wahnbachtalsperrenverband belieferten kommunalen und regionalen Wasserversorgungsunternehmen abgegeben. Sie verteilen das nach der Durchflussmessung übernommene Trinkwasser in ihren Versorgungsgebieten an Bevölkerung, Gewerbe und Industrie.  

Hauptversorgungsleitungen

Die in einer Mindesttiefe von ca. 1,10 m unter der Geländeoberfläche verlegten Hauptversorgungsleitungen bestehen wegen der vom Wahnbachtalsperrenverband zu transportierenden Mengen und den dabei zu überwindenden Höhen überwiegend aus Stahl in den Querschnitten (DN) von 600 bis 1000 mm. Sie sind zum äußeren Schutz mit einer im Herstellungswerk aufgeschmolzenen Kunststoffschicht und als innerer Schutz mit einer auf die Innenwand aufgebrachten Zementmörtelauskleidung, zusätzlich mit einer an die Rohrleitungen gelegten elektrischen Schutzspannung (so genannter kathodischer Rohrschutz) versehen.

Aus dem Betriebsgelände Siegburg-Siegelsknippen, dem Schwerpunkt der Aufbereitungskapazität des Verbandes für Trinkwasser, liefern

  • Hauptversorgungsleitungen mit Querschnitten (DN) 300, 400, 600 mm nach Osten über Siegburg-Seligenthal, Hennef, Ruppichteroth, Eitorf, Windeck bis zum Hochbehälter Windeck-Kuchhausen
  • Haupttransportleitungen mit Querschnitt (DN) 600 mm über Siegburg-Braschoß, Neunkirchen-Seelscheid bis zum Hochbehälter Much-Nackhausen
  • Drei Hauptversorgungsleitungen mit einem Querschnitt (DN) 800 mm leiten das Trinkwasser nach Westen:
  • Es verläuft die erste Hauptversorgungsleitung über Siegburg-Kaldauen, Sankt Augustin, Bonn-Beuel nach Bonn-Süd (linke Rheinseite)
  • Die zweite Hauptversorgungsleitung über Lohmar, Siegburg, Sankt Augustin, die Aufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf, nach einer erfolgten Zuspeisung von aufbereitetem Grundwasser im Querschnitt (DN) 1000 mm über Bonn-Beuel-Nord nach Bonn-Graurheindorf (linke Rheinseite) 
  • Die dritte jüngste Hauptversorgungsleitung über Siegburg-Kaldauen, Hennef (durch das Grundwassergewinnungsgelände Hennefer Siegbogen), Sankt Augustin (unter Verknüpfung mit der ersten Hauptversorgungsleitung in Großenbusch), Aufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf (Verknüpfung mit der zweiten Hauptversorgungsleitung und Zuspeisung von aufbereitetem Grundwasser aus dem Gewinnungsgebiet  Untere Sieg), Bonn-Beuel, nach Bonn-Süd (linke Rheinseite).

Leitungskreuzungen der Sieg

Von besonderer Bedeutung in technischer Hinsicht sind Kreuzungen von grösseren Gewässern durch Rohrleitungen. Die Hauptversorgungsleitungen von Siegburg-Siegelsknippen nach Osten kreuzen zweimal die Sieg, und zwar bei Hennef-Bülgenauel auf dem Weg vom Hochbehälter Hennef-Honscheid zum Hochbehälter Hennef-Eichholz und bei Windeck-Röcklingen vom Hochbehälter Windeck-Ohmbach zum Hochbehälter Windeck-Kuchhausen.

Von den drei Hauptversorgungsleitungen ab Siegburg-Siegelsknippen werden die Sieg weitere dreimal, und zwar bei Siegburg-Wolsdorf, Siegburg-Zange (siehe Bild unten links) und Siegburg-Kaldauen gekreuzt.

An beiden Siegufern aufgestellte Kräne bzw. Bagger heben den entsprechend der Böschungsneigung im Uferbereich in gestreckter U-Form vorgefertigten Leitungsabschnitt in die vorher ausgebaggerte Rohrrinne im Flussbett. Auf der mit einer verstärkten Kunststoffbeschichtung geschützten Außenwandung der Rohrleitung mit einem Querschnitt von 800 mm sind zwei Schutzrohre befestigt, in die nach der Verlegung Steuer- und Fernmeldekabel eingezogen wurden.

Kreuzung der Sieg bei Siegburg-Zange mit der zweiten Hauptversorgungsleitung DN 800 von Siegburg-Siegelsknippen zur Aufbereitungsanlage Sankt Augustin-Meindorf.

Äußere Betonummantelung am Dükerabschnitt zum Schutz gegen mechanische Belastungen fertiggestellt

 


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Siegelsknippen
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